Mehrstöckiger Coworkingspace, Hamburg-Hafencity.
Akustische Analyse und Konzept für einen Coworking-Space mit offenen Arbeitsbereichen über zwei Geschosse — von Remote-Messung bis Materialberatung.
Im Coworking-Loft im Hamburger Hafenviertel verteilen sich offene Arbeitsbereiche über zwei Geschosse — verbunden durch eine zentrale Treppe und ein offenes Foyer. Genau diese räumliche Großzügigkeit ist akustisch die Herausforderung: Stimmen, Tastaturen und Telefonate breiten sich frei aus, Konzentration wird schwierig.
Wir starteten mit einer Remote-Messung der Nachhallzeit über unsere eigens entwickelte App — ein Mitarbeiter vor Ort, gesteuert aus Dinkelsbühl. Die Räumlichkeiten wurden anschließend in einem 3D-Modell nachgebaut und für die Simulation verschiedener Maßnahmenpakete verwendet. Das finale Konzept besteht aus zwei Komponenten: großflächigen Wandabsorbern (teils mit Bilddruck) im Erdgeschoss-Foyer und abgehängten Paneelen, die die Schallübertragung zwischen den Stockwerken eindämmen.
Nach der Umsetzung sind die Nachhallzeiten deutlich gesenkt; die Sprachverständlichkeit im Foyer entspricht den Empfehlungen für Vortrags- und Besprechungsräume. Im Großraumbüro im Obergeschoss wurde die Schallausbreitung zwischen den Bereichen maßgeblich reduziert — ohne die offene Architektur des Lofts zu opfern.
Über die akustische Planung hinaus haben wir den Bauherren bei der Materialauswahl und beim Einholen von Angeboten unterstützt — sowohl für die Produkte selbst als auch für die Montage. Das Ergebnis steht heute auf zwei Etagen: messbar leiser, gleichzeitig visuell auf Loft-Ästhetik kuratiert.