Akustiksanierung historischer Sitzungssäle, Koblenz.
Raumakustische Sanierung zweier historischer Sitzungssäle — mit Deckensegeln und Wandabsorbern, die die denkmalwerte Substanz respektieren.
Zwei Sitzungssäle in einem historischen Behördengebäude, Stuckdecken, hohe Wände, viel harter Stein — und Anhörungen, in denen jedes Wort hörbar sein muss. Die Nutzer beklagten lange Nachhallzeiten und schlechte Sprachverständlichkeit. Unsere Aufgabe war, die Raumakustik normgerecht in den Griff zu bekommen, ohne die historische Substanz zu beschädigen.
Die messtechnische Bestandsaufnahme bestätigte: in beiden Sälen lagen die Nachhallzeiten deutlich über den Empfehlungen der einschlägigen Normen — die schlechte Sprachverständlichkeit war messbar, nicht nur subjektives Empfinden.
Wir haben den größeren Saal in einem 3D-Akustik-Simulationsmodell nachgebaut — einschließlich Stuck, Empore und originaler Türen — und mehrere Maßnahmenvarianten gegeneinander durchgerechnet. Das gewählte Konzept kombiniert Deckensegel im Versammlungsbereich mit Wandabsorbern an strategischen Reflexionsflächen und senkt die Nachhallzeit deutlich, bei minimalem Eingriff in das Erscheinungsbild.
Die Akustikplanung erfolgte in enger Abstimmung mit dem AV-Integrator, der parallel die Beschallungs- und Aufzeichnungstechnik erneuert hat — sodass Raumakustik und Mediensystem als ein einheitliches Konzept geplant werden konnten. Das Ergebnis: zwei Säle, in denen Verfahren wieder gut hörbar sind, ohne dass ihre denkmalwerte Substanz darunter leidet.