Sanierung historischer Gemeindesaal, Schwäbisch Gmünd.
Planungsbegleitende Akustikberatung und 3D-Simulation für die Sanierung eines historischen Gemeindesaals — mit denkmalsensibler Materialwahl.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten haben wir den historischen Gemeindesaal in einer Vor-Ort-Messung akustisch erfasst — eine objektive Bestandsaufnahme, die später als Vergleichsbasis für die Simulation dient. Auf Grundlage der Architekturplanung haben wir den Raum in einem 3D-Modell nachgebaut und planungsbegleitend angepasst.
Mit dem 3D-Modell wurden mehrere Maßnahmenvarianten gegeneinander durchgerechnet, um den Planenden eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern. Das gewählte Konzept setzt auf perforierte Akustikelemente in Holzoptik, die sich unscheinbar in das Erscheinungsbild des Saals einfügen. Die Größe der Perforation wurde so abgestimmt, dass sie sowohl architektonisch als auch akustisch funktioniert.
Neben einer sichtbaren Perforierung an ausgewählten Wandbereichen weisen Deckenränder und die Seitenwände der Bühnenfront eine Mikroperforation auf, die akustisch wirkt, ohne optisch in den Vordergrund zu treten. Das Ergebnis: spürbar bessere Sprachverständlichkeit und ein Klang, der zur musikalischen Nutzung des Saals passt — bei vollständig respektierter denkmalwerter Substanz.